Schuld und Vergebung im Prozess der Trauer (BU)
Referentin Dorothee Karle
Termin Mo. 18.02.19, 11.00 - Fr. 22.02.19, 15.00
Kursgebühr EUR 380,- bis EUR 555,-
(incl. Unterkunft, Verpflegung, Vollservice) VNB
zzgl. Materialkosten EUR 5,- bis EUR 8,-

In der Trauerbegleitung zeigt sich häufig das Problem von Schuldgefühlen und Vergebung. Im Bildungsurlaub wird dieses wichtige Thema im beruflichen Kontext beleuchtet.

Unabhängig von der Todesursache gehören Schuldgefühle und Schuldgedanken zum Prozess der Trauer mit dazu. Vorwürfe und Selbstzweifel quälen Angehörige nach Suizid ebenso wie Angehörige nach einer schweren Erkrankung.

Schuld hat eine Aufgabe und hat ihren Sinn in der Trauer. Diese Zusammenhänge zu verstehen befähigt Menschen, Schuldgefühle in ihrer Zeit anzunehmen und allmählich zu verändern.

Für die Begleitung vermittelt der Bildungsurlaub eine wertschätzende Grundhaltung sich selbst gegenüber und eine wertschätzende Grundhaltung gegenüber den Klientinnen. Schuldzusammenhänge und persönliche Sinngebung werden beleuchtet. Arbeitsansätze zur Ermächtigung zeigen einen Weg aus Erstarrung und Ohnmacht und fördern die Handlungsfähigkeit der Klientinnen.

Vergebung ist ein großes Wort. Die größte Herausforderung ist, sich selbst zu verzeihen. Um Angehörige hier adäquat aufzufangen, wird das Beispiel eines gemeinsamen Rituals diesen Prozess auf einer tiefen Ebene zeigen. Ein Ritual spricht den ganzen Menschen an, indem es die Aktivität von Körper, Seele und Geist fördert. Das Vollziehen einer symbolischen Handlung kann unterstützen und heilsam sein.

Das Seminar verbindet neue Trauerforschung und uralte Rituale, unsere westliche Kultur mit der Spiritualität der Dagara in Westafrika. Es bietet ebenfalls Raum für individuelle Prozesse, mitgetragen von einer wohltuenden Gemeinschaft.